Diagnostik

Modernste Diagnostik, schonend angewendet

Das Risiko einer Frau, im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken, liegt bei über zehn Prozent. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt und optimal behandelt, genesen neun von zehn Frauen. Zusätzlich zur regelmässigen Selbstuntersuchung der Brust empfehlen wir daher auch gesunden Frauen ab dem 50. Lebensjahr, sich im Zweijahresrhythmus ärztlich untersuchen zu lassen.

Die einfühlsame Betreuung durch unsere Spezialistinnen und Spezialisten gibt Ihnen Sicherheit während der Untersuchung und auch bei der Besprechung der Resultate. Die Untersuchungen erfolgen mithilfe modernster Diagnostikverfahren so belastungsarm und schonend wie möglich.

In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Spezialistinnen und Spezialisten des Universitätsinstitut für Radiologie am Inselspital bieten wir Ihnen alle wissenschaftlich anerkannten Methoden an:

Tastuntersuchung

Die sichere Früherkennung einer Brustkrebserkrankung erfordert oft mehrere Diagnostikverfahren. Zu Beginn der Untersuchung wird die Ärztin, der Arzt Ihre Brust durch Abtasten untersuchen. Ergibt sich daraus ein Verdacht, werden danach gezielt weitere präzisere Verfahren empfohlen und durchgeführt.

Mammografie

Die Mammografie ist derzeit die effizienteste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs. Damit können bereits kleinste Tumoren von unter 10 mm erkannt, untersucht und in diesem frühen Stadium meist schonend behandelt werden.

Voraussetzung ist, dass die Untersuchung mit modernen Geräten und von speziell geschultem Personal durchgeführt wird. Unser Brustzentrum am Inselspital ist für diese Aufgabe spezialisiert und auch zertifiziert. Als Universitätsklinik sind wir auf dem neusten Stand der Medizin. Jedes Jahr führen wir mehrere Tausend Brustuntersuchungen von Frauen aus dem Kanton Bern und aus anderen Kantonen durch. Falls erforderlich stehen Spezialisten für Behandlungen und Beratungen zu Brusterkrankungen aus allen Fachrichtungen zur Verfügung.

Die Brustvorsorge mit Mammographie ist eine Pflichtleistung der obligatorischen Krankenversicherung. 

 

Mammographie-Screening Programm

Seit 2013 nimmt der Kanton Bern am nationalen Screening-Programm teil. Dieses ist aktuell jedoch ausgesetzt. Allgemeine Informationen zum Screening finden Sie in diesem Artikel aus unserem Brustzentrum.

Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchung der Brust, die Sonografie, findet insbesondere Anwendung bei jüngeren Frauen mit sehr dichtem Brustdrüsengewebe, wenn Hormone eingenommen nehmen oder wenn die Art der Veränderung in der Mammografie nicht sicher beurteilt werden kann.

MRI

Die Magnetresonanztomografie, abgekürzt MRT oder MRI (Magnetic Resonance Imaging), ist ein Schnittbildverfahren. Dabei werden keine Röntgenstrahlen verwendet, sondern ein sehr starkes Magnetfeld und Radiowellen.

Es gibt Situationen, bei denen die Routineuntersuchung der Brust mittels Mammographie und Ultraschall nicht ausreicht und zur weiteren Abklärung eine MRI der Brust nötig ist:


1. Bei Mammakarzinom zur weiteren Diagnostik:

  • Bei dichter Brust und/oder sehr jungen Patientinnen
  • Falls mehre Tumore in der Brust vermutet werden
  • Bei Ansprechen auf neoadjuvante Chemotherapie
  • Bei Implantaten nach Mammakarzinom


2. Mammakarzinomscreening:

  • Bei Hochrisikopatientinnen (lifetime risk > 20%)
  • Bei genetischer Mutation (BRCA1 oder BRCA2 positiv)


3. Verdacht auf Prothesenruptur


Das MRI der Mamma sollte in der Zeit vom 7. bis zum 12. Zyklustag stattfinden. Eine Blutentnahme zur Bestimmung des Kreatininwertes (Nierenwert) wir vorab gemacht um die normale Nierenfunktion zu bestätigen. Dies ist nötig da ein Kontrastmittel gespritzt wird.

Die Untersuchung findet in Bauchlage statt und setzt voraus, dass man min. 20-30 Minuten ruhig liegen bleiben kann. Vorgängig wird eine intravenöse Leitung gelegt, um mittels intravenöser Kontrastmittelgabe die verdächtigen Herde besser charakterisieren zu können. Während der Untersuchung sollten Bewegungen vermieden werden, denn sie vermindern die Bildqualität und können zu Einschränkungen der Beurteilbarkeit  führen.

Gewebeentnahmen durch Biopsien

Erhärten vorangehende Diagnoseverfahren den Verdacht auf einen Tumor, empfehlen wir eine Biopsie. Mit einer feinen Nadel entnehmen wir eine Gewebeprobe aus dem verdächtigen Brustknoten. Die Analyse unter dem Mikroskop zeigt, ob der Knoten gut- oder bösartig ist. Biopsien werden ambulant und meist minimal-invasiv, das heisst mit kleinsten Schnitten, durchgeführt.

Mammaszintigrafie

Als erstes Institut in der Schweiz hat die Nuklearmedizin am Inselspital bereits 2013 die Mammaszintigraphie zur Untersuchung der weiblichen Brust eingeführt. Bei diesem bildgebenden Untersuchungsverfahren werden nach Injektion einer schwach radioaktiven Substanz Stoffwechselvorgänge sichtbar gemacht. Die Szintigraphie wird vorwiegend bei jüngeren Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe und bei Frauen mit Brustimplantaten eingesetzt.

Treten Sie mit uns in Kontakt

Anmeldung zu einem Termin in der Brustsprechstunde: Tel. +41 31 632 16 50